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 "Viersen Büro in Kanew" 
     
 

 Was passiert eigentlich im Viersen Büro in Kanew?

Es ist Ansprechpartner für alle Kanewer Bürger, deren Probleme und Sorgen in der Ukraine nicht gelöst werden können.

Hier einige Beispiele:

- Seit 1993 wurden bis heute 553 Anträge für Medizin, die in der Ukraine nicht erhältlich ist, angenommen und an uns weitergeleitet. In über 90% der Fälle konnten wir helfen. Die Beantragung in Kanew und die Zuteilung in Viersen an die Antragsteller erfolgt selbstverständlich unter medizinischer Beobachtung und Betreuung. Mit Sicherheit haben diese Maßnahmen vielen Menschen das Leben gerettet bzw. erleichtert.

- Über 2000 Kanewer Bürger haben bisher Viersen besucht. Für die Ukrainer besteht bei einem Deutschlandbesuch Visumzwang. Die Beantragung der Visa bei der Deutschen Botschaft in Kiew erfordert einen hohen bürokratischen Aufwand. Ohne die Hilfe des Viersen-Büros wären viele Reisen der Kanewer Kinder nicht möglich gewesen.

 - Wie schon erwähnt nutzen auch die von uns initiierten Selbsthilfegruppen das Viersen-Büro für ihre Arbeit. (s. o.)

- Enormes hat unser Viersen-Büro in den Jahren 1999-2001 geleistet. Durch einen Vertrag der Ukraine mit Deutschland wurde geregelt, dass die ehemaligen Ostarbeiter aus der Ukraine eine Entschädigung bekommen sollten. Sie mussten allerdings dafür den Nachweis ihrer Tätigkeit bis 1945 in der BRD vorlegen. Für die vielen alten Menschen war das alleine nicht mehr zu leisten. Alleine 9389 Briefe von Exzwangsarbeitern wurden über unser Büro an die verschiedensten Stellen in der BRD verschickt. Z. B. an den Internationalen Suchdienst, an die Archive und Ratshäuser vieler Städte, um die geforderten Nachweise zu erhalten. Die 9389 ehemaligen Zwangsarbeiter kamen nicht etwa aus der gesamten Ukraine sondern waren Menschen, die im Umfeld von Kanew lebten. Bei dieser schwierigen Arbeit hat unser Büro unter Alexander Apalkow vorbildlich gearbeitet. Nicht erst durch diese Großaktion wurde das Viersen-Büro in der ganzen Region bekannt.

- Mehr als 40 kranke Kinder, denen in der Urkaine nicht mehr zu helfen war, sind durch die Aktivität unseres Vereins in deutschen Krankenhäusern behandelt worden. Die Kinderkliniken in Siegen, Osnabrück, Hamburg und vor allem in Viersen haben uns dabei großartig unterstützt. Die medizinische Leistung für z. T. mehrfache und äußerst komplizierte Operationen sind uns nie in Rechnung gestellt worden. Der Verein muß die Reisekosten tragen und die Organisation vor Ort leisten. Zuletzt war vom 15.01. - 22.01.2007 die 15jährige Anna Stojan in der Kinderklinik des Allgemeinen Krankenhauses in Viersen. Bei unseren zahlreichen Besuchen in Kanew erkundigen wir uns selbstverständlich nach dem Wohlbefinden unserer Schützlinge. Wenn zusätzliche Hilfe benötigt wird, leisten wir diese. Allerdings war dies bisher noch nicht notwendig, weil ganz offensichtlich alle Kinder durch ihren Aufenthalt in den Kinderkliniken ihre Krankheiten überwunden haben.

 

 

 

"Viersen Büro in Kanew"

Seit dem 01.8.2008 hat das Büro eine neue Geschäftsführung. Die kommissarische Geschäftsführerin ist die Deutschlehrerin Nina Gorditschuk. Vielen ist Frau Gorditschuk in Viersen bekannt, weil sie mehrmals in den 90er Jahren mit Gruppen von Kindern aus Kanew in Viersen war. Sie kennt unsere Stadt und hat darüber hinaus zahlreiche Bekannte und Freunde in Viersen. Sie ist telefonisch zu erreichen unter der Tel. Nr. 003804736 35856.

Übrigens: Diese kleine "Botschaft Viersens" ist die einzige deutsche in der Ukraine. Sie wurde schon am 30.5.1993 eröffnet.


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