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 Januar 2016 - Bericht über eine Reise nach Kanew 
     
 

Januar 2016 - Bericht über eine Reise nach Kanew

Vom 20.12. bis zum 23.12.2015 fand meine vierte Besuchsreise im Jahr 2015 in Kanew statt. Wie immer habe ich alle unsere Projekte besucht und mich davon überzeugt, daß wir dort zuverlässiges und großartiges Personal haben, das hervorragend arbeitet.

Im Reha-Zentrum habe ich an einer großen Nikolaus-Feier teilgenommen, mit mehr als 100 Kindern und ihren Eltern. Es war alles fantastisch organisiert, die Kinder haben sich bei allen Viersenern herzlich mit wunderschönen Worten für die Unterstützung der Einrichtung bedankt. Die Eltern haben ebenfalls mehrfach zum Ausdruck gebracht, daß sich mit Unterstützung aus Viersen seit Bestehen des Reha-Zentrums ihr Familienleben positiv verändert hat. Sie waren alle unwahrscheinlich dankbar. Wir können stolz darauf sein, dass unser Reha-Zentrum für die ganze Ukraine ein Vorzeigeprojekt ist.

Auch das Krankenhaus ändert sich positiv von Besuch zu Besuch. Bei unserem letzten Transport im Oktober 2015 haben wir 24 neuwertige Betten mit Matratzen, die uns von der Oberberg-Klinik in Gummersbach zur Verfügung gestellt wurden, geliefert. Sie stehen heute schon in den Zimmern und haben das Krankenhaus positiv verändert. Das Neuwerker Krankenhaus hatte uns 14 Kinderbetten gespendet, die ebenfalls in der Kinderabteilung ihren Platz eingenommen haben. Die von uns mehrmals angeregte Tagesklinik ist nun endgültig fertig, wurde von uns ausgestattet und hat einen unwahrscheinlichen Zulauf. 

Ein neues Projekt wird die Einrichtung eines medizinischen Famililen-Zentrums werden. Am Rand der Stadt werden die Stadtverwaltung, die "Freunde von Kanew" und ein Kanewer Unternehmer, den ich zur Mitarbeit überzeugen konnte, diese Einrichtung realisieren. Die Fertigstellung erfolgt voraussichtlich im Mai 2016.

Auch unsere Altenstube funktioniert hervorragend. Auch hier haben wir Personal, auf das wir uns ohne wenn und aber verlassen können. Nach wie vor werden 160 Rentnerinnen und Rentner von dieser Altenstube betreut. Gelder, die ich jeweils für die Beschaffung von Medikamenten übergebe, werden genauestens zur Abrechnung mit Quittungen vorgelegt. Auch hier ist das Vertrauen eine wesentliche Grundlage für unsere Bemühungen.

Beim letzten Transport im Oktober 2015 hatte uns eine Dülkener Firma sechs Paletten Farbe zur Verfügung gestellt. Ein stolzer Bürgermeister Renkers zeigte mir bei einem Rundgang durch Kanew drei Kindergärten und eine Schule, die mit dieser Farbe nach mehr als dreißig Jahren erstmals einen Anstrich erhalten hatten. Schulleitung und Kinder haben sich mit schönesn Gesten dafür bedankt.

Die Stimmungslage in Kanew ist nach wie vor auf Grund der politischen Situation sehr bedrückend. Die Preise für Lebensmittel haben sich verdoppelt bzw. verdreifacht. Der Spritpreis hat sich verdoppelt, der Autoverkehr auf den Straßen hat sich halbiert.

Trotz alledem ist es schön in Kanew. Die Menschen sind nach wie vor unwahrscheinlich gastfreundlich und liebenswert.

Avelina (siehe Zeitungsartikel unter "News") ist mittlerweile in Charkow operiert worden. Die Operation hat unser Mitglied Uwe Zöllner ermöglicht, der zu seinem 50. Geburtstag auf persönliche Geschenke verzichtet hat und um eine Spende für Avelina gebeten hat. Bei meiner Anwesenheit waren Mutter und Kind in Charkow, der sechsfache Familienvater bat in einem Gespräch darum, allen, die diese kompliziert und schwierige Operation ermöglicht haben, zu danken.

Fritz Meies, 1. Vorsitzender


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